Ambulantes interdisziplinäres Schmerzprogramm (ISP) – «trotzdem»

Multimodale Schmerzprogramme gelten als Therapie der ersten Wahl zur Behandlung von Patientinnen und Patienten mit einer chronischen Schmerzerkrankung. Ausgehend von einem biopsychosozialen Krankheitsmodell werden die verschiedenen Dimensionen behandelt. Das ISP ist eine ambulante Therapieform und wird vom Palliativzentrum in Kooperation mit dem Schmerzzentrum angeboten.

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    Beschreibung

    Das ISP wird von Fachpersonen verschiedener Disziplinen (Physiotherapie, Ergotherapie, Psychologie, ärztlicher Bereich), die eng zusammenarbeiten, geleitet. Es erstreckt sich über siebeneinhalb Wochen und wird jeweils an zwei Nachmittagen unter der Woche durchgeführt. Nach 2 – 4 Wochen folgen 2 «Refresher»-Nachmittage. Das Programm versteht sich als «Hilfe zur Selbsthilfe». Wichtig ist, dass das ISP komplett besucht werden kann. Es findet zwei Mal jährlich statt.

    Inhalte des Programms

    • Arbeit und Erfahrungsaustausch in Kleingruppen, ergänzt durch Einzelsprechstunden

    • Expertenvorträge zum Thema Schmerz und Schmerzkrankheit sowie oft damit verbundenen Schlafstörungen

    • Anleitung für eine veränderte Betrachtungsweise von Lebenssituationen (Verhaltenstraining)

    • Körpertraining

    • Entspannungsübungen

    • Inputs bezüglich sinnvoller Aktivitäts-Erholungs-Balance und Ergonomie

    • Erarbeitung eines individuellen Notfallplans

    Ziele des Programms

    • Die chronische Schmerzkrankheit verstehen, um besser damit umgehen zu können

    • Die Angst vor Aktivität und den allmählichen sozialen Rückzug, die wesentliche Faktoren im Teufelskreis chronischer Schmerzen darstellen, reduzieren.

    • Die schrittweise Steigerung der Aktivität im körperlichen, psychischen und sozialen Bereich. Der Körper lernt, dass Bewegung nicht Schmerzauslösung bedeutet.

    • Erreichen eigener Ziele, die zu Beginn nach den sogenannten SMART Kriterien (spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch, terminiert) formuliert wurden

    • Als übergeordnetes Ziel sollte das Leben wieder selbst in die Hand genommen werden können und die Lebensqualität verbessert werden. Betroffene werden so zu ihren eigenen Schmerzspezialisten und -spezialistinnen.

    Anmeldung und Kosten

    Die Anmeldung erfolgt über Ihre Hausärztin / Ihren Hausarzt oder Ihre ärztliche Ansprechperson am Palliativ- oder Schmerzzentrum.

    Die Einschreibegebühr beträgt CHF 150.–. Die weiteren Kosten werden im Rahmen einer ambulanten Therapie verrechnet.

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