Neurochirurgischer Eingriff bei einem Hirnhauttumor (Meningenom)

Die mikrochirurgische Entfernung eines Meningeoms ist die wichtigste neurochirurgische Behandlungsmethode bei wachsenden oder symptomatischen Hirnhauttumoren. Ziel des Eingriffs ist es, den Tumor möglichst vollständig zu entfernen und gleichzeitig wichtige Hirnstrukturen und Funktionen zu erhalten. Die Entscheidung für eine Operation erfolgt individuell und wird durch ein interdisziplinäres Behandlungsteam im Hirntumorboard festgelegt.

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    Beschreibung

    Wann wird eine neurochirurgische Entfernung eines Meningeoms empfohlen?

    Nicht alle Meningeome müssen behandelt werden. Kleine, zufällig entdeckte Tumoren ohne Beschwerden können häufig zunächst mittels regelmässiger MRI-Kontrollen überwacht werden. Zu Beginn erfolgen die Kontrollintervalle meist in kürzeren Abständen. Bleibt der Tumor über längere Zeit stabil, können die Abstände zwischen den Untersuchungen verlängert werden.

    Alle Patientinnen und Patienten mit Hirntumoren werden in der wöchentlichen interdisziplinären Hirntumorkonferenz besprochen. Fachärztinnen und Fachärzte aus verschiedenen Disziplinen beurteilen gemeinsam die individuelle Situation und legen die optimale Behandlungsstrategie fest.

    Eine Operation wird empfohlen, wenn ein Meningeom Beschwerden verursacht, deutlich wächst oder aufgrund seiner Lage eine Gefährdung wichtiger Hirnstrukturen darstellt. Auch bei grösseren Tumoren ist die operative Entfernung häufig die bevorzugte Behandlung, da sie eine direkte Entfernung des Tumorgewebes ermöglicht und gleichzeitig eine genaue Untersuchung des Tumors erlaubt.

    Ablauf einer mikrochirurgischen Entfernung eines Meningeoms

    Bei der Operation wird das Meningeom über einen individuell geplanten Zugang zum Schädel entfernt. Ziel ist es, möglichst viel Tumorgewebe zu entfernen und dabei das umliegende Gehirn, wichtige Blutgefässe und Nervenstrukturen bestmöglich zu schonen.

    Die Neurochirurgie setzt dabei moderne Verfahren ein, um die Sicherheit und Präzision des Eingriffs zu erhöhen. Je nach Lage des Tumors können beispielsweise eine Neuronavigation, intraoperatives Monitoring oder weitere bildgebende Verfahren eingesetzt werden. Diese unterstützen die Orientierung während der Operation und helfen dabei, wichtige Hirnfunktionen zu erhalten.

    Minimal-invasive Behandlungsmöglichkeiten bei Meningeomen

    Nicht jedes Meningeom ist aufgrund seiner Lage oder des allgemeinen Gesundheitszustands der betroffenen Person für eine klassische Operation geeignet. Für ausgewählte Patientinnen und Patienten kann deshalb eine minimal-invasive Behandlung wie die Laserinduzierte Interstitielle Thermotherapie (LITT) eine Alternative darstellen.

    Bei dieser Methode wird unter stereotaktischer Kontrolle ein dünner Laserkatheter gezielt in das Tumorgewebe eingeführt. Die anschliessende Wärmebehandlung erfolgt unter MRI-Kontrolle und ermöglicht eine gezielte Zerstörung von Tumorgewebe bei möglichst geringer Belastung des umliegenden Gehirns.

    Erfolgschancen einer neurochirurgischen Entfernung eines Meningeoms

    Die operative Entfernung eines Meningeoms ermöglicht bei vielen Patientinnen und Patienten eine langfristige Kontrolle der Erkrankung. Die Erfolgsaussichten hängen insbesondere von der Lage und Grösse des Tumors, dem Ausmass der möglichen Entfernung sowie den Eigenschaften des Tumorgewebes ab.

    Nach der Operation wird das entfernte Tumorgewebe feingeweblich untersucht. Dabei werden unter anderem der Tumortyp und der WHO-Grad bestimmt. Diese Ergebnisse sind entscheidend für die weitere Therapieplanung und die Häufigkeit der Nachkontrollen.

    Bei vollständig entfernten und gutartigen Meningeomen sind häufig keine zusätzlichen Behandlungen notwendig. Regelmässige MRI-Kontrollen dienen dazu, den Behandlungserfolg zu überprüfen und mögliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Bei bestimmten Meningeomen, beispielsweise wenn eine vollständige Entfernung nicht möglich ist oder ein höherer WHO-Grad vorliegt, kann ergänzend eine Strahlentherapie empfohlen werden.

    Kontakt

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    Krankheitsbild

    Krankheitsbild

    Diese Behandlungsmethode kann bei folgenden Krankheitsbildern in Betracht gezogen werden.

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