Innovation für Menschen mit ALS und seltenen neuromuskulären Erkrankungen — 16.10.2026 News
Der nationale ALS-Tag macht auf die Herausforderungen aufmerksam, mit denen Menschen mit Amyotropher Lateralsklerose (ALS) und anderen seltenen neuromuskulären Erkrankungen leben. Gleichzeitig rückt er die Fortschritte in Forschung und Therapie in den Fokus. Als kosek-akkreditiertes Zentrum gehört das Muskelzentrum von HOCH Health Ostschweiz schweizweit zu den Zentren, die Patientinnen und Patienten frühzeitig Zugang zu innovativen Behandlungsmöglichkeiten ermöglichen.

Fortschritte in der Behandlung neuromuskulärer Erkrankungen
Die therapeutischen Möglichkeiten bei neuromuskulären Erkrankungen haben sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt. Für verschiedene Erkrankungen stehen heute Medikamente zur Verfügung, die gezielt in den Krankheitsverlauf eingreifen und diese verlangsamen oder die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten verbessern können.
Das Muskelzentrum begleitet Menschen mit ALS, spinaler Muskelatrophie (SMA), Myasthenia gravis, Friedreich-Ataxie, Morbus Pompe und weiteren seltenen neuromuskulären Erkrankungen. Dabei verbindet das interprofessionelle Team spezialisierte Diagnostik, moderne Therapien und die Teilnahme an klinischen Studien.
Früher Zugang zu innovativen Therapien
Seit Jahren zählt das Muskelzentrum zu den Zentren in der Schweiz, die neue Behandlungsmöglichkeiten früh in die klinische Versorgung integrieren. So wurden am Muskelzentrum die ersten ALS-Betroffenen mit bestimmten genetischen Veränderungen mittels Tofersen oder Jacifusen behandelt. Darüber hinaus war das Muskelzentrum auch bei anderen Motoneuronenerkrankungen Vorreiter. So erhielt die erste erwachsene Person mit SMA in der Schweiz Spinraza und kürzlich wurde erstmals die Hochdosistherapie Spinraza HD eingesetzt. Zudem wurden beispielsweise neue Therapien wie Ultomiris bei Myasthenia gravis sowie neuere Behandlungsmöglichkeiten bei Morbus Pompe erstmals etabliert.
Spezialisierte Versorgung für seltenen Erkrankungen
Seltene neuromuskuläre Erkrankungen stellen hohe Anforderungen an Diagnostik, Behandlung und Langzeitbetreuung. Hinzu kommen erhebliche administrative Aufwände sowie die Koordination verschiedener Leistungserbringer und Behörden, welche viel Zeit und Fachwissen erfordern. Umso wichtiger sind spezialisierte Zentren, in denen unterschiedliche Fachdisziplinen eng miteinander zusammenarbeiten. Als kosek-akkreditiertes Zentrum verfügt das Muskelzentrum über die notwendige Expertise und Infrastruktur, um Betroffene umfassend zu betreuen und ihnen den Zugang zu neuesten medizinischen Entwicklungen zu ermöglichen.
Forschung und Innovation im Dienst der Patientinnen und Patienten
Neue Medikamente entstehen durch jahrelange Forschung und internationale Zusammenarbeit. Das Muskelzentrum trägt dazu bei, wissenschaftliche Erkenntnisse rasch in die klinische Versorgung zu überführen und Betroffenen den Zugang zu modernen Therapien zu ermöglichen. Dazu gehört auch die aktive Beteiligung an klinischen Studien: Das Muskelzentrum war an Phase-1-, Phase-2- und Phase-3-Studien zur ALS beteiligt und führt zudem klinische Studien bei weiteren neuromuskulären Erkrankungen wie Myasthenia gravis und spinaler Muskelatrophie (SMA) durch. Der nationale ALS-Tag erinnert daran, wie wichtig Forschung, Innovation und spezialisierte Versorgungsstrukturen für Menschen mit seltenen neuromuskulären Erkrankungen sind. HOCH wird sich auf künftig dafür engagieren, medizinische Fortschritte möglichst rasch und verantwortungsvoll in die Behandlung seiner Patientinnen und Patienten zu integrieren.